Von den 49.000 Starts und Landungen des Jahres 2008 entfielen ca. 3.500 auf den Bereich der Business-Aviation. Damit bleibt der Flughafen ein Schulungsflughafen. Von den 49.000 Bewegungen im Jahre 2008 wurden ca. 22.000 im Rahmen der gewerblichen Ausbildung von Piloten durchgeführt.
Ziel ist es, die optimale Standortgunst des Flughafens in Bezug auf den Ball-ungsraum Ruhrgebiet und Teile der Rheinschiene dafür zu nutzen, den Ge-schäftsflugverkehr weiter zu intensivieren.
Die Betriebsgenehmigung des Flughafens Essen/Mülheim schließt nicht den Betrieb von Düsenflugzeugen ein. Deshalb soll in Zukunft politisch erreicht werden, dass der Flughafen eine Düsenfluggenehmigung für Flugzeuge bis 14 Tonnen MTOW (Maximum take off weight) erhält.
Das Konzept Geschäftsflughafen umschreibt diesen Flugzeugtypen mit der „kleinen Düse". Gleichzeitig ist es Ziel, eine Instrumentierung des Flughafens nach dem GPS stand-alone-system einzuführen. Damit würde mit einem Luftraum F auf definierten Flugrouten An- und Abflug möglich werden.
Die wichtigsten Fakten zur Weiterentwicklung des Flugverkehrs in Essen/Mülheim zu einem Business-Airport sind folgende:
Unternehmer geben Testimonials ab
Der Beitrag, den der Geschäftsflugverkehr durch den Individualtransport zur Wettbewerbsfähigkeit und Standortsicherung von Unternehmen des Ruhrgebiets leistet, ist beträchtlich und durch kein anderes Verkehrsmittel erreichbar. Bei gleichzeitig wesentlich effizienterer Nutzung von Zeit wird die Erreichbarkeit von Regionen möglich, die mit anderen Verkehrsträgern nur bedingt erreichbar sind. Anhand von Beispielen machen Unternehmer des Ruhrgebietes deutlich welche Gründe sie für die Nutzung von Businessflugzeugen haben. Die Gründe finden sich in folgenden Fakten wieder:
Zutritt und Anbindung entfernter Regionen an das Wirtschaftszentrum Metropole Ruhr
Businessflugzeugen haben ein geringeres Gewicht als Linienmaschinen und sind daher in der Lage, auch auf kürzeren Landebahnen zu starten und zu landen. Durch diesen Vorteil kann ein Zielflughafen gewählt werden, der näher am eigentlichen Reiseziel liegt als die üblichen Großflughäfen.
In Europa gibt es ca. 2000 Flugplätze, die für Businessflugzeuge anfliegbar sind. Dies gilt auch für infrastrukturell schwache Regionen Europas, die damit direkt erreichbar werden.
Minimaler Zeitaufwand bei An- und Abflug
Während Nutzer der Verkehrsluftfahrt an großen Flughäfen beim Check-In oder in Sicherheitswarteschlangen stehen, sind Nutzer der Business-Aviation schon in der Luft. Die Eincheckzeit beträgt maximal 10 Minuten. Auschecken ist in 5 Minuten möglich. Der Limousinenservice kann direkt auf das Flugfeld fahren. Für Selbstfahrer gibt es Parkplätze direkt am Flugfeld. Die Business-Aviation muss sich an kleineren Flugplätzen nicht nach An- und Abfluglücken großer Verkehrsflughäfen richten. Es gibt keine Slotproblematik, so dass auch keine Wartezeiten für das An- und Abflugverfahren im Gegensatz zur Nutzung von Großflughäfen entstehen.
Höchste Zeitflexibilität
Der Abflug richtet sich nach dem Terminplan des Passagiers, nicht nach dem der Fluggesellschaften. Man fliegt direkt zum gewünschten Reiseziel, es gibt kein Umsteigen und keine verpassten Anschlüsse. Es sind Zwischenstops - auch ungeplante – möglich. Verschiedene Reiseziele können optimal miteinander kombiniert werden. Am Abflug- oder Zielort ist nur wenig Zeit für den Bodentransfer einzuplanen, da kleinere Flugplätze näher an der Quelle oder dem Ziel der Geschäftsreise liegen. Unternehmer, die Business-Aviation nutzen sind wettbewerbsfähiger, da sie flexibler, mobiler und zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind.
Hohe Arbeitsproduktivität
Für Geschäftsreisende stellt auch die höhere Produktivität während des Fluges ein wichtiges Argument dar. Geschäftsreisende können sich im Flugzeug unbeobachtet und ungestört mit Mitarbeitern besprechen oder Sitzungen vorbereiten. Businessflugzeuge verfügen über modernste Konferenzeinrichtungen und machen Flugzeiten zu Bürozeiten.
Der Einsatz von Businessflugzeugen steigert aber auch die Arbeitsproduktivität von Mitarbeitern außerhalb des Unternehmensmanagements. Die individuelle Beförderung von Spezialisten aller Art spart unproduktive Arbeitszeiten, die bei der Benutzung von Großflughäfen gegeben sind. Spezialisten steigern damit die Produktivität am Zielort und sparen Arbeitszeitkosten im eigenen Unternehmen.
Vermehrte Sicherheitsbedenken beim Linienflug nutzen der Business-Aviaition
Die Terroranschläge des 11. Septembers 2001 haben dazu geführt, dass der Sicherheitsaspekt im hochpreisigen Geschäftsflugsektor des Linienverkehrs eine immer größere Rolle spielt. Das Vertrauen der Unternehmen geht weg vom Linienverkehr hin zum Privat-Business-Charterverkehr. Hier kombinieren sich Sicherheits- mit Zeitvorteilen. Business-Aviation-Betreiber sind für den hohen Sicherheitsstandard eigenverantwortlich und können diesen dem Kunden gegenüber deutlich machen.
Breites Angebot von Nutzungsmöglichkeiten
Unternehmen werden heute unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten von Busi-nessflugzeugen angeboten. Dies reicht von der Betreibervariante Charter/ Air Taxi-Anbieter über Berechtigungsprogramme für eine Anzahl von Flugstunden (Private Cards) und Teileigentumsvarianten an Flugzeugen bis zum Betreiben eigener Werksflugzeuge, die von professionellen Business-Flugunternehmen operiert werden.
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